Nichts ist unangenehmer, als frisch gewaschene Kleidung aus dem Schrank zu nehmen, die muffig oder chemisch riecht. Oft stecken Bakterien, Feuchtigkeit oder sogar Rückstände aus der Produktion (wie Formaldehyd) dahinter. Mit dieser Anleitung bekommen Sie Ihre Textilien wieder frisch.
Schritt-für-Schritt: Geruch aus Kleidung entfernen
- Essig-Bad: Weichen Sie die betroffene Kleidung für einige Stunden in einer Mischung aus Wasser und Tafelessig ein (Verhältnis ca. 10:1). Essig neutralisiert Gerüche und wirkt desinfizierend.
- Natron-Kur: Geben Sie ein halbes Päckchen Natron direkt zur Wäsche in die Trommel. Es bindet Geruchspartikel während des Waschgangs.
- Gefrierfach-Trick: Bei empfindlichen Textilien, die nicht heiß gewaschen werden dürfen: Packen Sie das Kleidungsstück in eine Tüte und legen Sie es über Nacht ins Gefrierfach. Die Kälte tötet geruchsbildende Bakterien ab.
- Vollständig trocknen: Muffiger Geruch entsteht oft durch Restfeuchtigkeit. Hängen Sie die Wäsche idealerweise im Freien auf.
Achtung bei chemischem Geruch (Neuware)
Riecht neue Kleidung stechend oder chemisch, ist oft Formaldehyd im Spiel, das zur Knitterfestigkeit eingesetzt wird. In diesem Fall hilft oft nur mehrfaches Waschen oder – wenn der Geruch bleibt – eine Reklamation. Formaldehyd ist hautreizend und sollte nicht direkt auf der Haut getragen werden.
Prävention: Den Kleiderschrank schützen
Oft kommt der Geruch gar nicht von der Kleidung selbst, sondern vom Schrank. Wenn Ihr Kleiderschrank aus Spanplatten besteht, kann er Gase an die Kleidung abgeben. Testen Sie im Zweifel die Luftqualität in Ihrem Schrank mit einem speziellen Patch-Test.



