Wissen Sie eigentlich, wie lange Formaldehyd ausdünsten kann und für schlechte Gerüche sorgen sowie Ihre Gesundheit gefährden kann?

Formaldehyd – was es darüber zu wissen gibt

Formaldehyd steckt in mehr Produkten, als man denkt und umgibt uns im Alltag. Es wird in der Produktion von Spanplatten, Möbeln und Klebstoffen gebraucht, aber findet auch seine Anwendung in der Lebensmittelindustrie bzw. kann beim Kochen entstehen [1]. In Wasser gelöst wird es Formalin genannt und ist Bestandteil vieler Desinfektionsmittel – wer gerne Krimis schaut, dem wird diese Bezeichnung wahrscheinlich bekannt vorkommen.

Man könnte jetzt meinen, dass es ja nicht so gesundheitsschädlich sein kann, wenn es schließlich in dem Umfang tagtäglich zum Einsatz kommt. Das ist jedoch ein Irrglaube, denn schon eine zeitlich begrenzte Exposition gegenüber Formaldehyd kann eine ganze Reihe an Symptomen und Gesundheitsschäden auslösen, wie

– Augen-, Nasen-, Rachen- und Hautreizungen,

– Husten und Keuchen sowie

– allergische Reaktionen.

Wird die Quelle der Formaldehydausdünstung nicht zeitnah behoben und Sie sind über längere Zeit oder besonders hohen Konzentrationen des unsichtbaren Gases ausgesetzt, erhöht dies Ihr Risiko, an einer Krebserkrankung wie Leukämie zu erkranken [2].

Das klingt im ersten Moment alles sehr ernst und vielleicht auch beängstigend, aber Sie müssen jetzt weder Ihre gesamte Einrichtung verbannen noch gänzlich auf neue Möbel verzichten oder aus Sorge vor einer Formaldehydentwicklung beim Kochen, nur noch im Garten grillen. Dank der umsichtig gesetzten gesetzlichen Grenzwerte sind moderne Möbel heutzutage weit weniger belastet als früher.

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Wie lange dünstet Formaldehyd aus?

In welchem Ausmaß Ihre Möbel und Wohntextilien Formaldehyd an die Raumluft abgeben, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ältere Möbel, die unter wesentlich weniger strengen Grenzwerten produziert wurden, können auch nach Jahren bis Jahrzehnte noch Formaldehyd ausgasen [3]. Aber auch neue Möbel können lange Zeit Formaldehyd abgeben. Beschädigungen an versiegelnden Lacken und Oberflächen können eine weitere Ursache für die vermehrte Abgabe des Gases an die Umgebung sein. Eine hohe Raumtemperatur und seltenes oder ineffizientes Lüften tragen noch dazu bei, dass sich Formaldehyd in der Raumluft anreichern kann.

Oft sind die Übeltäter auch gar nicht die Möbel selbst, sondern die frisch eingezogene Trockenbauwand aus MDF- oder Pressspanplatten. Auch verschiedene versiegelnde Lacke des neu verlegten Holzfußbodens kann die Raumluft langfristig beeinflussen.

Sie sehen: Man kann sich schnelle eine stark ausgasende Formaldehydquelle in die eigenen vier Wände holen, insbesondere wenn man in großem Stil saniert und renoviert. Wichtig ist dann, dass Sie die entsprechenden Quellen sicher identifizieren, um entsprechend im Sinne Ihrer Gesundheit handeln zu können.

Was können Sie tun, um die Formaldehydbelastung allgemein niedrig zu halten?

Informieren Sie sich bereits vor Ihrem Einkauf, ob Ihr Baumaterial, Ihre Möbel und Schränke Formaldehyd enthalten. I

hre eigenen Möbel sollten Sie spätestens dann auf Formaldehyd testen, wenn Sie bei sich oder anderen Haushaltsangehörigen Symptome bemerken, die auf eine zu hohe Formaldehydkonzentration hinweisen können. 

Achten Sie auf ausreichendes Lüften, rauchen Sie nicht in Ihren Wohnräumen und reduzieren Sie die Raumtemperatur sowie die Luftfeuchtigkeit. Für sehr empfindliche Personen kann es auch ratsam sein, beim Kauf Ihrer Körperpflegeprodukte und Kosmetika genau auf die Inhaltsstoffe zu schauen (weitere Bezeichnungen auf Pflegeprodukten, die einen Hinweis auf Formaldehyd geben, sind u.a. Formalin, Ameisensäurealdehyd, Methandiol, Methanal, Methylaldehyd). 

Weniger empfindlich Personen müssen sich allerdings um die Formaldehydkonzentration in Ihrem Duschgel weniger Sorgen machen, da der Effekt beim Verzicht auf diese Quelle eher gering eingeschätzt wird.

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